Sanierung und Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen IBM Hauptquartiers von Egon Eiermann in Stuttgart

Bauherr CBRE Investors
Leistungen

  • Due Dilligence Studie
  • historische Bauaufnahme
  • Ausbau Mietflächen für einzelne Nutzer
  • Marketing Suite
  • Baugesuch für Pavillon 2 und 4

NF ca. 51.000 m2
Baukosten ca. 35 Mio. EUR
Ausführung 2009–2011, Machbarkeitsstudie zur Nachverdichtung 2013-2014

Egon Eiermann zählt zu den herausragendsten Architekten der Nachkriegszeit in Deutschland. 1967 wurde von Egon Eiermann die IBM Hauptverwaltung entworfen. Nach dem Tod von Egon Eiermann 1970 wurde das Bauvorhaben durch die Architektengemeinschaft Kuhlmann-Biró-Biró-Wieland weitergeführt.

Die Freianlagen wurden von Walter Rossow entworfen. Aus der Beschaffenheit des Grundstücks, einem leicht hügeligen Gelände mit schönem Baumbestand, ergab sich, dass ein Pavillonsystem ein Optimum an Funktionalität und Nutzbarkeit bieten würde. Ursprünglich entstand eine Gruppe aus drei verschiedenen hohen, mit Brücken verbundenen Pavillons und ein separates Kantinengebäude.

Zwei weitere Pavillons, wovon einer 1984 von dem Architekturbüro Kammerer und Belz realisiert wurde, waren als Erweiterung vorgesehen.

In Pavillon 2 und dem Kantinengebäude wurden 2011 vom Büro Petry + Wittfoht Bereiche der Innenräume umgestaltet. Seit 2001 stehen die Gebäude einschließlich der Freianlagen unter Denkmalschutz. Nach Maßgabe des Denkmalschutzes wurde der Campus 2011 behutsam saniert und umgebaut. Das Architekturbüro Sorg und Frosch und Landschaftsarchitektur Luz zeichnen für die Planung verantwortlich.

Eine Ausstellung in Pavillon 2 zu Egon Eiermann wurde vom Büro Ockert & Partner, mit der Unterstützung des Saai Karlsruhe und der Eiermann Gesellschaft gestaltet.

Nach jahrelangem Stillstand auf dem ehemaligen IBM Campus in Stuttgart Vaihingen ist aktuell Bewegung gekommen. Die Gerch Group übernimmt die Entwicklung des Gebäudes.
Bei der Bürgerinformations- und Dialogveranstaltung am 4. Mai 2016 werden von interessierten Bürgern Anregungen und Ideen gesammelt und in das Projekt integriert.
Geplant ist im Rahmen eines internationalen städtebaulichen Wettbewerbs ein Stadtquartier für Wohnen und Arbeiten zu entwickeln.
Die denkmalgeschützten Pavillonbauten von Egon Eiermann sollen dabei erhalten werden und in das städtebauliches Gesamtkonzept integriert werden.
SFP Architekten hat in Zusammenarbeit mit Drees und Sommer 2013 die wirtschaftliche Machbarkeit für eine Entwicklung des Gesamtareals nachgewiesen und damit wesentlich beigetragen den drohenden Abriss der denkmalgeschützten Gebäude abzuwenden.
Bei unterschiedlichen Veranstaltungen und Diskussionsrunden im Gemeinderat (Kolloquium am 10.09.2013) und in der Architektenkammer hat unser Büro im Schulterschluss mit Vertretern der AKBW, BDA, Eiermann Gesellschaft für den Erhalt dieses posthum fertiggestellten Spätwerks von Egon Eiermann aktiv geworben.

Präsentation am 02.12.2013 im Rathaus Stuttgart Eiermann Campus Visionen

Präsentation am 15.04.2015 bei der Architektenkammer Baden-Württemberg AKBW Vortrag